Jede Bewegung schmerzt

So gehen Sie mit Muskelverletzungen um

Die menschliche Muskulatur ist stark. Gleichzeitig ist sie aber auch ein sensibles System. Unsere Muskeln schlagen schnell mal Alarm, wenn wir sie fehlbelasten oder überlasten. Erfahren Sie mehr.

Nur ein harmloser Muskelkater?

Das Gute: Ein Muskelkater verschwindet von allein – manchmal erst nach einer Woche. Wollen Sie ihn schnell loswerden, können warme Bäder (z.B. mit Rosmarinöl oder Pfefferminzöl) Wunder wirken. Auch Saunagänge und Spaziergänge können ihn vertreiben. Auf Massagen, Dehnübungen und Schmerzmitteln sollten Sie bei einem Muskelkater jedoch verzichten.

Nicht auf die leichte Schulter nehmen

Das Gemeine an der „Mikroverletzung Muskelkater“ ist: Der Übergang von Muskelkater zur Muskelzerrung bis hin zu einem Muskelfaserriss oder gar einem Muskelriss ist oft fließend ist. Alle Verletzungen basieren auf dem gleichen Mechanismus – nur das Ausmaß ist ein anderes.

Auf Muskelkater folgt Muskelzerrung

Bei einer Muskelzerrung wurde die Elastizitätsgrenze des Muskels erreicht. Man spürt krampfartige, ziehende, starke Schmerzen. Die Stelle ist druckempfindlich und die Muskelkraft eingeschränkt. Auch nach drei Tagen hat man noch Schmerzen. Oft entsteht ein Bluterguss. Eine Zerrung ist ein Warnschuss, der signalisiert: Stopp! Trainieren Sie weiter, riskieren Sie einen Muskelfaserriss oder sogar einen Muskelriss. Dann dauert die Heilung oft mehrere Wochen.

Gehen Sie zum Arzt

Muskelzerrung, Muskelfaserriss, Muskelriss? Nur ein Arzt kann das ertasten oder mittels Ultraschalluntersuchung (Sonographie) diagnostizieren. Halten Sie sich zwingend an die Empfehlung, wie lange Sie den Muskel schonen sollen.

So kommt es leicht zu Muskelverletzungen

Denken Sie an das Aufwärmen vor dem Training und überlasten Sie Ihre Muskeln nicht. Nicht ausgeheilte Verletzungen und Sportarten mit Sprints und Stopps (z. B. Tennis, Squash) können das Risiko erhöhen. Auch Entzündungsherde im Körper (z.B. Nasennebenhöhlen), Fußfehlstellungen, kurze Regenerationszeiten sowie ein Kochsalz- und Mineralstoffmangel können die Verletzungen begünstigen.